Pressebericht Wikingerbett
Zeitungsbericht in der Beilage Westhandwerk
September 2009
Vom Wikingerbett bis zum Heimkino –
„Nobel-Hobel“ schreinert gern Ausgefallenes
„Jung, innovativ, authentisch, anders“ – so begrüßt die Schreinerei „nobel-hobel“ aus dem Ort Kommen am Rande des Hunsrück die Besucher ihrer Internetseiten. Hinter diesem betont frischen Vierklang steckt der Betrieb von Lars Rüddel. Wer den Schreinermeister lieber „live“ zu Hause besucht, gewinnt in Küche und Wohnzimmer gleichermaßen einen repräsentativen Einblick in seine Arbeit. 2003 als „Ich-AG“ gegründet, hat sich sei
Meisterbetrieb in wenigen Jahren ein Firmenprofil mit eigenen Marktnischen geschaffen.
In dem altbau-sanierten Bauernhaus dürfen Besucher an der „Keltentafel“ Platz nehmen und lernen sogleich seine Vorliebe für Themenmöbel kennen. Als Rüddel den massiven Tisch aus einer heimischen Fichte anfertigte, hat er die urgewachsene Form der Bohle bewahrt und beim Kantenschliff mit modernem Design verbunden. Und das charakterisiert auch schon seinen Stil: „Die Verschmelzung von Alt und Neu liegt mir“, erklärt er, „besonders die Wiederbelebung alter Substanz mit neuen Techniken, die Kombination von Archaischem mit modernem Material.“
So hat der 34-Jährige im Wohnbereich seines Hauses eigenhändig altes Fachwerk und
Natursteinwände freigelegt. Eine jahrhunderte alte Holzsäule, die er einmal aus einer Ritterburg gerettet hat, bildet den Eckpfeiler für die Küche. Der übrige Raum besteht aus selbst entworfener und passgenau ausgeführter Handwerksarbeit. Auch beruflich hat sich die Schreinerei alten Gemäuern verpflichtet. Unter dem Stichwort „Altbau schlüsselfertig“ übernehmen Rüddel und eine Reihe von Kooperationsbetrieben verschiedener Gewerke als „Nobel-Partner“ den Innenausbau von Altbauten quasi aus einer Hand.
Außerdem liebt der gebürtige Westerwälder ausgefallene Formen. Bei der Gesellenprüfung wurde er 1993 beim Wettbewerb „Die Gute Form“ Sieger auf Regionalebene. 2000 lieferte er bei der Meisterprüfung als „Landessieger Saarland“ das beste Meisterstück ab: einen Schreibtisch inklusive drehbarem CD-Ständer in Form eines Wendelturms. Und wer Rüddels Tochter im Krabbelalter kennt, weiß, woher der Name für seine Themenmöbel stammt. Unter dem Label „Kim-Line“ Manufaktur entstehen originelle Betten, die Ozeanwellen oder Märchenmotiven nachempfunden sind. Für Fans von Wikingerschiffen hat der Schreiner ein entsprechendes Bett im Programm.
Sogar am Bau eines preisgekrönten Heimkinos war „nobel-hobel“ beteiligt. „Ich habe grundsätzlich vor nichts Angst“, betont der junge Schreinermeister. Diesen Eindruck bestätigt nicht zuletzt Rüddels „Jack-Daniels-Bett“. Er baute es, als er früher einmal DJ in einer Disco war. Getragen wird das ausgefallene Möbelstück von einem „gläsernen“ Unterbau, bestehend aus 60 leeren Whiskeyflaschen.